Soul garbage











{Februar 15, 2010}   Erste Erleichterung

Gestern Abend lief mir noch meine Hausmitbewohnerin über den weg. Dies rührte mich beinahe zu Tränen, da ich in diesem Moment solche Verlustängste entwickelte.

Später kam sie dann noch zu mir. Da brach ich in Tränen aus und erzählt ihr die ganze Geschichte. EIn Glück, denkt sie wie ich, dass wenn mein Mitbewohner das Bedürfnis hat mit seinem Kumpel zusammen zu siehen, er zu gehen habe und nicht ich :) .

Ich war so froh zu hören, dass er dort kein böses Blut gestreut hat und auch, dass sie eigentlich noch nichts wusste.

Sie gab mir Halt und guckte späten Abends noch einmal rein, um zu sehen, ob es mir besser gehen .

Ich konnte wieder lachen. Pure Erleichterung!

Nun heißt es wohl abwarten.

Gerade ist mein Mitbewohner nicht da, er war gestern abend feiern und ist noch nicht wieder eingekehrt, oder vlt. feiert er auch noch.

Ich hingegen habe begonnen zu planen, so z.b. in der Firma mal angefragt, wer so im Sommer neues anfängt und habe erste Internetseiten durchstöbert, wo Leute eine WG suchen.

Außerdem lese ich mich in Sachen Washmaschinen und Trocknerkauf ein…was welchen Preis wert ist und so.

Nun heißt es also vorwärts schauen.



{Februar 14, 2010}   Aus und vorbei..

Letztes Jahr im Sommer, also im August 2009 zog ich mit meinem WG_Mitbewohner zusammen.

Ich hatte zuvor die Wohnung ausgesucht und bereits erste Verschönerungen in der Wohnung durchgeführt.

Alles war spitze, wir verstanden uns super und gingen anfangs durch dick und dünn. … bis er igrendwann immer weniger nach Hause kam, statt heim zu kommen, übernachtete er stets bei einem Kumpel. blieb dort tagelang. Die beiden fuhren auch zusammen in den Urlaub und verbrachten Silvester miteinander.

Bereits im Dezember meinte meine Mutter zu mir, vorsicht, die wollen dich aus der Wohnung haben, dies meinte sie, da mehr und mehr komische Aktionen stattfanden.

Z.B. meldete er sich Weihnachten nicht bei mir, obwohl ich ihm wichtige Dinge mitteilen wollte.

Nach Weihnachten dann eine SMS von wegen putz bitte, bevor ich komme.

Ich dachte ich hör nicht mehr richtig, denn schließlich bin ich diejenige, die hier putzt und tut. Alle 2 Tage das Badezimmer, fast täglich fege ich oder mache die Wäsche. Ich war richtig geladen.

Und dann gestern…sagte er mir, dass er nicht mehr mit mir wohnen wolle, er komme nicht mit meiner Art klar, obwohl wir gute Freunde sind.

Nach und nach kristallisierte sich jedoch heraus, dass es nicht an mir liegt, sondern, dass er mit seinem Kumpel zusammenziehen möchte.

Er zog eine richtige Schnute, als ich ihm mitteilte, dass er und sein Kumpel die Wohnung nicht haben können, dass ich hier bleiben möchte.

So haben sie dies nicht geplant, die hatten fest damit gerechnet, dass ich das Feld räume.

Mein Vermieter und meine Hausmitbewohnerin wussten sogar schon vor mir Bescheid.

Ich fühle mich hintergangen. War gestern innerlich einfach nur leer. Hätte mein Freund mich nicht spontan besucht, hätte ich wahrscheinlich stundenlang noch weitergeweint.

Jetzt hatte ich ein paar Stunden einen freien Kopf, doch, wo nun meine Hausmitbewohnerin wieder da ist, habe ich fürhctertliche Verlustängste.

Ich möchte mein zu Hause nicht verlassen.

Das wären hohe Kosten, ein großer Zeitaufwand und ich würde aus meinem Heim, meiner Sicherheit und meiner gewohnten Umgebung rausgerissen werden.

Ich habe mich doch gerade erst eingelebt.

Es ist so schon schwer genug, 250km von meiner Familie und meinem Freund, enfernt zu leben. Hier in meiner Wohnung fühle ich mich wenigstens wohl. Hier habe ich doch sonst nichts. Würde ich nun umziehen, hätte ich nichteinmal mehr die Hausgemeinschaft, die einfach wunderbar ist. Jeder hilft jeden.

Außerdem kann ich von hier aus alles problemlos erledigen, auch ohne Auto, da die Anbindung hier so gut ist.

Zudem habe ich gar keine Zeit für einen Umzug und die Wohnungssuche, da ich mich mitten im Studium und in der Ausbildung befinde.

Mein Halt in dieser schlechten Zeit ist mein Freund und meine Familie, die voll hinter mir stehen.

Sie unterstützen mich mit allen Mitteln, die sie mobilisieren können.

Meine Wohnzukunft ist nun also sehr ungewiss. Drückt mir die Daumen, ich will mein zu Hause nicht aufgeben müssen. Ich habe mir doch gerade erst mein eigenes Reich geschaffen, meine Oase der Ruhe und Stätte der effektiven Arbeit.



{Februar 14, 2010}   Valentinstag

Mitleerweile sind wir über acht Monate ein Paar.

Wir verbrachten wunderschöne Weihnachtstage, waren gemeinsam bei meinen und seinen Eltern und feierten auch gemeinsam ins neue Jahr.

Dies ist alles so neu, so schön.

Wir träumen von unserer gemeinsamen Zukunft und stehen uns stets bei.

Bei mir war gestern ein wenig Chaos..mir ging es schlecht und Tränen rönnen über mein Gesicht.

Ich rief meinen Schatz an und innerhalb von 1 Minute entschied er, zu mir zu fahren, obwohl es ca. 250km entfernt sind und es spiegelglatt war.

Er tröstete mich und ich erlebte meinen ersten Valentinstag mit der Liebe meines Lebens an meiner Seite.



et cetera
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